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Gemeinderatsnachrichten

Erfreulicher Rechnungsabschluss

Die Laufende Rechnung 2017 der Gemeinde schliesst bei einem Aufwand von 15.373 Millionen Franken und einem Ertrag von 15.995 Millionen Franken mit einem erfreulichen Mehrertrag von Fr. 621'321.06 gegenüber einem budgetierten Mehrertrag von Fr. 195'257.00 ab. Zum erfreulichen Rechnungsabschluss haben insbesondere höhere Steuereinnahmen, tiefere Kosten bei der sozialen Wohlfahrt und weniger Ausgaben bei der gesetzlichen Fürsorge beigetragen. Gemäss Gemeindeammann Pius Hodel wurden die bewilligten Finanzmittel wiederum sehr kostenbewusst eingesetzt und gegenüber dem Voranschlag gab es keine grösseren und nennenswerten negativen Abweichungen. Mit dem Mehrertrag sollen zusätzliche Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen und neues Eigenkapitel geäufnet werden. Das Eigenkapital beträgt neu Fr. 3'311'863.72. Die Investitionsrechnung des Verwaltungsvermögens zeigt Nettoinvestitionen von Fr. 1'506'587.99 (Budgetiert Fr. 1'729'000.00). Die gemachten Investitionen betrafen grösstenteils die beiden Grossprojekte Erweiterungsbau Steinacherhalle und Auslagerung Fernwärmeanlage, die bereits ausgeführten Strassenprojekte im Programm 2016 – 2018, sowie die an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 30. August 2017 genehmigte Buswendeschlaufe Hübeli. Im Finanzvermögen erfolgten keine Investitionen. Die Finanzkennzahlen erfüllen durchwegs die kantonalen Vorgaben. Die Nettoschuld konnte im vergangenen Jahr trotz den hohen Investitionen nochmals um knapp Fr. 670'000.00 gesenkt werden. Die Nettoschuld beträgt jedoch immer noch über 5 Millionen Franken oder Fr. 2'818.05 pro Einwohner. Der Steuerertrag pro Einwohner und Einheit von Fr. 770.52 (Vorjahr Fr. 739.74) ist im Vergleich zu anderen Gemeinden noch immer sehr tief. Der Handlungsspielraum der Gemeinde ist somit auch in Zukunft gering. Es stehen mit der Ersatzbeschaffung eines neuen Schulbusses, dem Ausbau diverser Güterstrassen, der Friedhofgestaltung, der Erweiterung Kanalisationsleitung Sagenmatt bis Höll, der Wasserversorgung Wissbühl, der Revision der Ortsplanung und bei der Schulraumplanung und Schulbauten grosse Investitionen und Aufwendungen an. Die finanzielle Situation der Gemeinde bleibt trotz den positiven Rechnungsabschlüssen und der Senkung der Nettoschuld in den letzten Jahren angespannt. Die Gemeinde ist sehr auf den kantonalen Finanzausgleich angewiesen, denn ohne Finanzausgleich können die vielseitigen Gemeindeaufgaben in Hergiswil b. W. nicht bewältigt werden. Kommt hinzu, dass der Finanz- und Aufgabenplan 2018 - 2022 aufzeigt, dass in den kommenden Jahren leider mit grösseren Defiziten gerechnet werden muss und die Nettoverschuldung bis ins Jahr 2022 wieder leicht ansteigt. Auch ist nicht bekannt, welche Aufgaben und Kosten der Kanton im Rahmen der künftigen Aufgaben- und Finanzreform 18 (Überprüfung Aufgabenzuteilung sowie deren Finanzierung zwischen Kanton und Gemeinden) zu Lasten der Gemeinden verschieben wird und wie sich dies auf den Finanzausgleich auswirkt.

Abrechnung zweier Sonderkredite

An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 31. August 2015 genehmigten die Stimmberechtigten die beiden Sonderkredite über Fr. 970'000.00 für die Auslagerung der Fernwärmeanlage an die Birrer Holz AG, Hergiswil b. W. und über Fr. 2'400'000.00 für den Erweiterungsbau Steinacherhalle. Beide Projekte sind inzwischen erstellt und abgerechnet. Die Sonderkreditabrechnung durch die Stimmberechtigten erfolgt an der Gemeindeversammlung vom 8. Mai 2018.

Auslagerung Fernwärmeanlage
Die Auslagerung der Fernwärmeanlage zeigt gemäss Bauabrechnung Ausgaben von total Fr. 967'681.20, was einer Brutto-Kreditunterschreitung von Fr. 2'318.80 entspricht. Gegenüber stehen Einnahmen in Form eines Beitrages der Patenschaft für Berggemeinden von Fr. 170'000.00, so dass sich die Nettobelastung der Gemeinde auf effektiv Fr. 797'681.20 beläuft. Die Kosten konnten dank einer guten Planung und Umsetzung des Projektes eingehalten werden. Zusätzlich konnte eine neue Steuerung in der Höhe von Fr. 21'789.00 eingebaut werden, welche im Sonderkredit nicht geplant war. Der Gemeinderat hat diese neue Steuerung an der Sitzung vom 1. Februar 2017 genehmigt.

Erweiterungsbau Steinacherhalle
Der Erweiterungsbau Steinacherhalle zeigt gemäss Bauabrechnung Ausgaben von total Fr. 2'389'548.85, was einer Brutto-Kreditunterschreitung von Fr. 10'451.15 entspricht. Gegenüber stehen Einnahmen in Form eines stolzen Beitrages der Patenschaft für Berggemeinden von Fr. 311'000.00 sowie Fr. 100'000.00 von der Ringerriege, bzw. dem Swisslos Sportfonds des Kantons Luzern für den Ringerraum im 2. Obergeschoss. Die Nettobelastung der Gemeinde beläuft sich somit auf effektiv Fr. 1'978'548.85. Die Kosten konnten dank einer guten Planung und Bauleitung von Thomas Häfliger, LBG Sursee und der effizienten Umsetzung durch die Baukommission eingehalten werden. Es wurde ein Erweiterungsbau erstellt, welcher an die geforderten Bedürfnisse angepasst daherkommt. Ebenfalls wurde die Umgebung und der Parkplatz neu gestaltet. Die Baukommission kam an ihrer letzten Sitzung vom 22. Februar 2018 übereinstimmend zum Schluss, dass für das Geld ein echter Mehrwert vorhanden ist.

Bauwesen

Aufgrund von Einsprachen gegen das eingereichte Baugesuch Neubau Mehrfamilienhaus mit Arztpraxis Chrüzmatte 3, Grundstück Nr. 840, vom 29. November 2017 hat die Bauherrin FRH Immo AG, Ettiswil entschieden, das Projekt zurückzuziehen, zu redimensionieren und neu aufzulegen. Auch auf das redimensionierte Projekt sind während der Auflagefrist wiederum zwei Einsprachen eingegangen. Der Gemeinderat hofft noch immer, dass das im Neubau geplante Ärztezentrum Napf und die damit verbundene medizinische Versorgung für die Bevölkerung von Hergiswil b. W. mit dem vorliegenden Projekt längerfristig sichergestellt werden kann.